Johanna 4 Jahre, Susanne (Politologin), Markus (Arzt):
Eine schöne und inspirierende Schule mit liebevollem Lehrpersonal in der Nachbarschaft; das wünschen wir uns für Johanna und ihre Feunde zwischen Graefekiez und Viktoriapark.
Die Grundschule muss in der Nachbarschaft sein und sollte es den Kindern ermöglichen, ihre Kitafreundschaften weiter zu pflegen.
Wenn diese Schule nicht aufgemacht wird, dann werden wir umziehen, denn im Kiez gibt es für uns zur Zeit keinen passenden Schulplatz.
Szilvia Pápai, Solo-Oboistin des Konzerthausorchesters Berlin, gebürtige
Ungarin, mit ihrem Mann Dominik Wollenweber, Englischhornist der
Berliner Philharmoniker, und den Kindern János, László und Katalin.
Was denkt sich der Bezirk bei dieser Entscheidung? Warum unterstützt er
nicht die schon lange überfällige Gründung einer Institution wie der
evangelische Schule? Es wäre einer von vielen dringend notwendigen
ersten Schritten in die richtige Richtung, um die Lebensqualität in
Kreuzberg auch für Familien wiederherzustellen.
Wir werden bei Aufrechterhaltung der ablehnenden Haltung uns in jedem
Fall in einem anderen Bezirk ein neues Zuhause suchen. Obwohl wir
eigentlich gerne hierbleiben würden!
Susanne Hansen, Zahnärztin aus Kreuzberg und Mutter des 4-Jahre alten Finn:
Vor drei Jahren standen wir vor der Wahl nach Kreuzberg oder in den Prenzlauer Berg zu ziehen. Wir haben uns für Kreuzberg entschieden.
Unsere kleine Familie fühlte sich hier auch pudelwohl. Wir und viele Nachbarn
hofften auf diese Evangelische Schule Kreuzberg und sind von den politischen Entscheidern
maßlos enttäuscht.
Anja Gorgels, Richterin aus Kreuzberg und Carsten Bartsch, Ingenieur und gebürtiger Kreuzberger mit Lilly und dem kleinen Richard:
Das Vorgehen des Bezirks finden wir empörend. Entweder ist man auf Stadtratsebene
völlig von der Realität abgekoppelt und erkennt nicht, dass die Gründung der Schule
viele deutschsprachige und auch so genannte "integrierte" nichtdeutsche Eltern im Bezirk
halten würde. Dies wäre der sozialen Struktur des Bezirks, der im Sozialstrukturatlas Berlin sehr weit hinten rangiert was den Sozialindex betrifft, sicher
zuträglich. Oder die Stadträte sind nicht realitätsfern, sondern wünschen eine weitere Ghettoisierung im Bezirk und wollen eine Verdrängung
deutschsprachiger
(und oft auch besser gestellter) Eltern mit ihren Kindern fördern!
Barbara Waldhoff, Studienrätin,
Wolfgang Gässler, Architekt mit Amelie und Paul
Wenn Kreuzberg weiterhin Aushängeschild einer pluralistischen Gesellschaft bleiben soll, so müssen alle Verantwortlichen
einer fortschreitenden Ghettobildung entgegenwirken. Eine kulturell und religiös geöffnete Evangelische Schule
Kreuzberg wäre ein wichtiger integrationsfördernder Faktor.
Regine Wiese mit Tochter
Meine Tochter wird zwar erst 2010 eingeschult, aber ich suche bereits jetzt eine Wohnung in einem anderen Bezirk. Der Auftritt von Frau Monika Hermann hat mir meine Hoffnung auf anständige Schulbildung in diesem Bezirk geraubt.
Wenn auch Sie schon auf gepackten Koffern sitzen, um rechtzeitig zum
Schuljahr 2008/09 in einem anderen Bezirk gemeldet zu sein, Sie aber
eigentlich viel lieber in Kreuzberg bleiben würden, schreiben Sie uns.
Gerne veröffentlichen wir Ihr Bild mit oder ohne Kommentar auf unserer
Aktionsseite.
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