Kreuzberger Schulen sind ein Medienthema - spätestens seit der umstrittenen Äußerung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, er würde seine Kinder nicht in Kreuzberg zur Schule schicken.
 
Sie finden auf dieser Seite Links zu aktuellen Presseberichten über die Schulsituation in Kreuzberg und über die Evangelische Schule Kreuzberg.
 
28.08.2008: (Berliner Morgenpost - Nicole Dolif)
Organisatoren kämpfen um Schulgründung

Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg findet seit knapp drei Jahren eine Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen von Schülergründern statt. Zum einen wollen Privatpersonen eine evangelische Privatschule eröffnen. Zum anderen ist auch das türkische Bildungsinstitut Tüdesb an einer Schuleröffnung interessiert. Nach der langen Zeit spitzt sich die Lage erheblich zu: Der Bezirk will nur ein Schulgebäude vergeben. ... . . . weiter lesen
 
 
25.08.2008: (Bild)
Eltern kämpfen um erste Privat-Schule in Kreuzberg

Tauziehen um die erste Privatschule in Kreuzberg! Seit mehr als drei Jahren wollen mehrere Mütter und Väter eine eigene Schule für ihre Kinder gründen. Grund: In den staatlichen Schulen ist das Niveau so schlecht, dass die Eltern um die Zukunft und die Bildung ihrer Kinder fürchten. ... . . . weiter lesen
 
 
13.08.2008: (ZITTY - Interview: Frederik Bombosch mit Annerose Steinke, Vorstand Evangelische Schulstiftung)
Kirchenschiffe zu Klassenzimmern

Nach zwei Jahren tauziehen scheint es fest zu stehen: Kreuzbergs bürgerliche Mittelschicht bekommt im nächsten Jahr eine neue Grundschule. Die Schulstiftung der Evangelischen Kirche soll, wie von einer Elterninitiative gefordert, das Gebäude der vor Jahren geschlossenen Rosegger-Grundschule in der Bergmannstraße nutzen dürfen. Ist das für die Kirche die letzte Chance, im atheistischen Berlin ein wenig Relevanz zu behalten? Wir sprachen mit Annerose Steinke, Sprecherin der Schulstiftung. ... . . . weiter lesen
 
 
11.08.2008: (Berliner Morgenpost - Katharina Moritz und Sarah Borgwarth)
Einstige Schule sucht neue Mieter

Die Zukunft der ehemaligen Rosegger-Grundschule in der Bergmannstraße 28/29 in Kreuzberg soll sich noch in diesem Jahr entscheiden. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde wegen stetig sinkender Schülerzahlen bereits 2004 geschlossen. Gegenwärtig wird der Backsteinbau - voraussichtlich bis Oktober - vom Oberstufenzentrum für Körperpflege genutzt.
Danach steht es erneut leer. Mehrere Interessenten würden gern einziehen. Das Bezirksamt hat in der vergangenen Woche ein Interessenbekundungsverfahren mit Bewerbungsfrist bis zum 23. Oktober ausgeschrieben...
...Das Gebäude ist vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg allerdings mittlerweile explizit für eine Grundschule - betrieben von einem freien Träger - ausgeschrieben worden. Kreuzbergs Grundschulen seien schon jetzt überfüllt, der Bedarf an Grundschulen werde bis 2011 stetig wachsen, heißt es dazu im Bezirksamt. Obwohl die Ausschreibung für eine Grundschule erfolgt ist, hat "Tüdesb" weiterhin großes Interesse und plant nun statt eines Gymnasiums eine private Ganztagsgrundschule mit musischer und künstlerischer Ausrichtung. Das Konzept sei von der Schulbehörde schon bestätigt, sagt Horst-Helmut Köller, Vorstandssekretär des türkischen Bildungsinstituts "Tüdesb": "Es wird keine Grundschule nur für Türken. Immer mehr deutsche Eltern stellen Anfragen, 20 unserer 24 Lehrer sind Deutsche."
Die Evangelische Initiative habe ihr Interesse bekundet, warte auf eine Antwort und einen Besichtigungstermin, sagt Annerose Steinke von der Evangelischen Kirche. Der Zustand des Gebäudes sei der Initiative nicht bekannt. Man wolle die Sanierung aber gemeinsam mit den künftigen Eltern und Schülern vornehmen, auch um eine enge Bindung zur Schule aufzubauen. ... . . . weiter lesen
 
 
02.08.2008: (Berliner Zeitung - Karin Schmidl)
Hoffnung für Evangelische Schule

Bezirk schreibt leer stehendes Gebäude aus
Länger als ein Jahr dauert der Streit zwischen Eltern und Bezirk um die Einrichtung einer Evangelischen Schule in Kreuzberg. Der Bezirk tat sich schwer damit. Er fürchtete, dass dann in den öffentlichen Schulen nur noch Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen und mit Migrationshintergrund übrig bleiben. Doch jetzt könnte die Evangelische Schule Realität werden. Das Bezirksamt will die einstige Rosegger-Grundschule an der Bergmannstraße einem freien Träger übergeben. "Wir werden im Herbst ein Interessenbekundungsverfahren ausschreiben", sagt Schulstadträtin Monika Herrmann (Grüne) ... . . . weiter lesen
 
 
16.07.2008: (DER TAGESSPIEGEL - CS/mj)
Evangelische Grundschule für Kreuzberg: Haus an Bergmannstraße ist so gut wie sicher

Es war eine Zitterpartie – doch seit gestern ist der Erfolg nah: „Einfach toll“, freut sich Annerose Steinke von der Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin- Brandenburg. Nach langem Hin und Her hat das Bezirksamt Kreuzberg-Friedrichshain am Dienstag entschieden, dass die Räume der einstigen Rosegger-Grundschule an der Bergmannstraße künftig die öffentliche Grundschule eines freien Trägers beherbergen sollen. Einziger Bewerber ist die Schulstiftung. Sie will eine evangelische Grundschule einrichten und hat nun beste Chancen. Bezirkspolitiker setzen große Hoffnungen in das Projekt. Es könne die Abwanderung bildungsnaher Familien aus Kreuzberg abbremsen, heißt es... . . . weiter lesen
 
 
01.07.2008: (DER TAGESSPIEGEL - sve)
Dank mangelndem Nachwuches stehen immer mehr Schulhäuser leer. Nun muss entschieden werden, was mit ihnen geschieht.

... Einer davon ist die Initiative für eine evangelische Grundschule. Sie wollte schon in diesem Sommer den Betrieb aufnehmen, was aber nicht klappte, weil die Bezirkspolitiker keine Immobilie herausrückten. Fürs Selberbauen haben die Eltern nicht genug Geld. Heute nun will das Bezirksamt entscheiden, welcher Interessent den Zuschlag bekommt.

Dies wird nicht einfach für die grüne Bildungsstadträtin Monika Herrmann und den grünen Bürgermeister Franz Schulz, denn zwei andere Grüne, nicht gerade unmaßgebliche, Özcan Mutlu und Hans-Christian Ströbele, haben inzwischen klar zu verstehen gegeben, dass sie die Verhinderung der evangelischen Schule für keine gute Idee halten im Hinblick auf die vielen interessierten Mittelschichtseltern, die andernfalls Kreuzberg verlassen könnten... . . . weiter lesen
 
30.06.2008: (DER TAGESSPIEGEL - claudia keller)
Interview „Wegziehen wäre falsch“ - Jede Menge Ärger für Christian Ströbele: Ob Schule oder Mediaspree – der Protest richtet sich in jedem Falle gegen Kreuzbergs Grüne. Mit dem Tagesspiegel spricht der Bundestagsabgeordnete über mögliche Veränderungen.

... Einige Eltern sagen, sie würden bleiben, wenn sie eine evangelische Privatschule gründen könnten. Das wurde ihnen bislang von ihrer Grünen-Kollegin, der Bildungsstadträtin, Monika Herrmann, verwehrt. Ich unterstütze die Gründung dieser Schule. Das kann für einige der Ausweg sein. Aber das löst nicht das Problem der Gesamtbevölkerung. Und der Staat, die Bildungsstadträtin haben die Aufgabe, für die 95 Prozent anderen eine Lösung zu finden. Wir können nicht Dutzende von Privatschulen gründen. Auch die Stadträtin ist nicht gegen Privatschulen, strittig ist hier der konkrete Standort... . . . weiter lesen
 
26.06.2008: (DER TAGESSPIEGEL - clk)
Die Probleme der anderen - Kreuzberger Eltern fliehen in andere Bezirke, weil in den öffentlichen Schulen die soziale Zusammensetzung unausgewogen ist. Die BVV-Fraktionsvorsitzenden aller Parteien kritisieren das - aber von ihnen hat ebenfalls keiner ein Kind im Kiez auf der Schule.

... Wiederum andere wollen zusammen mit der evangelischen Kirche eine Privatschule in Kreuzberg gründen, was aber bislang von der grünen Bildungsstadträtin Monika Herrmann nicht unterstützt wurde. Statistisch gesehen gebe es genügend Schulen in Kreuzberg, begründete Herrmann bislang ihre Haltung. Nun aber wurde offenbar doch der Bedarf einer weiteren Grundschule festgestellt. Am Dienstag will das Bezirksamt entscheiden, ob es ein Interessenbekundungsverfahren geben soll, an dem sich Träger verschiedener Privatschulen bewerben können. . . . weiter lesen
 
26.06.2008: (DER TAGESSPIEGEL - sve)
Wo der Spaß aufhört - In Berlin-Kreuzberg zu leben, ist immer noch angesagt – aber nur ohne Schulkinder. Warum ist das so? Weil es in Berlin per Gesetz keine freie Schulwahl gibt.

... Jahr für Jahr dieselbe Sorge: Wohnt man im Einzugsbereich einer guten Schule? Oder hat man genug Geld für eine Privatschule? Und wenn ja: Nimmt sie einen? Das sind die drei Fragen, um die sich alles dreht. Richtig ernst wird es, wenn man alle drei Fragen verneinen muss. Dann kriecht die Panik hoch, und die Suche nach einer „Scheinadresse“ bei Freunden beginnt. Dann meldet man sich um und wartet ab. Im ungünstigsten Fall wird man erwischt. Dann kommt ein Brief vom Schulamt und da steht: Bitte bringen Sie Unterlagen bei, die belegen, dass Sie tatsächlich in … gemeldet sind. So steht man wieder ganz am Anfang... Man könnte ihnen helfen, indem man die Gründung freier Schulen nicht torpediert, wie es mit der evangelischen Schule passiert ist. Denn es ist doch allemal besser, wenn bildungsbewusste Eltern eine freie Schule in Kreuzberg wählen, als dass sie den Bezirk ganz verlassen. . . . weiter lesen
 
Radiobeitrag von Anne Winter am 16./17.06.2008 im Inforadio, Kulturradio, radiomultikulti
Zu Wort bei diesem Beitrag kamen unter anderem Jörg Ruckelshauß von unserem Förderverein und Monika Herrmann. Hier der O-Ton aus dem Interview mit Stadträtin Monika Herrmann: "Ich gehe davon aus, dass es demnächst eine evangelische Schule in Kreuzberg geben wird ...."
 
 
12.06.2008: (DER TAGESSPIEGEL - sve)
Eltern: Schulnotstand in Kreuzberg Aufruf zu Protesten wegen Personalkürzungen

Die schulpolitische Situation in Kreuzberg spitzt sich zu. Angesichts der brisanten sozialen Mischung wird der Ansturm auf die wenigen Schulen mit ausgewogener Schülermischung immer stärker. Zusätzliche Unruhe ist dadurch entstanden, dass der Problembezirk wegen Kürzungen bei der Migrantenförderung 69 Lehrerstellen verliert. „Der Traum von Bildungs- und Chancengleichheit gehört nunmehr endgültig der Vergangenheit an“, heißt es in einem Protestaufruf, der vom Bezirkselternausschuss verabschiedet wurde. Die Unterzeichner erklären Kreuzberg zum „Bildungspolitischen Notstandsgebiet“. Am 24. Juni soll vor dem Amtssitz von Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) demonstriert werden. . . . weiter lesen
 

15.02.2008: (Die Welt/Morgenpost) Im Berliner Bezirk Kreuzberg wird ein Schulgebäude frei. Zwei Initiativen konkurrieren darum:
Was soll's werden: Eine evangelische Gemeinschaftsschule für bildungsorientierte deutsche Bürger? Oder ein türkisches Gymnasium für die aufstrebende türkische Mittelschicht? Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg steht vor einer Entscheidung, die für die weitere Debatte um Schule und Integration in Berlin wegweisend sein kann. Es geht um ein bezirkseigenes Gebäude im Bergmann-Kiez, nahe am Marheinekeplatz. Dort wird Ende des Jahres die ehemalige Rosegger-Grundschule nach einer Zwischennutzung frei. Zwei Initiativen haben Interesse bekundet, im ehemaligen Kreuzberg 61 neue Schulen einzurichten. Die Initiative Evangelische Schule Kreuzberg, die seit Jahren im Bezirk nach Räumen sucht und mit ihrem ursprünglichen Wunsch nach einem Gebäude an der Reichenberger Straße in der Nähe des Kottbusser Tores beim Bezirksamt abgeblitzt war...
 
Nach politischem Druck ist das Rennen nun wieder offen
Bildungsstadträtin Monika Herrmann (Grüne) hatte zunächst TÜDESB bevorzugt. Deren Bewerbung um das Gebäude sei im vergangenen Herbst einen Monat vor der Anfrage der evangelischen Gruppe eingegangen. Angelika Klein-Beber von der evangelischen Initiative sagte, die Übernahme durch die türkische Schule sei ausverhandelt. Die Protestanten fühlten sich aus dem Bezirk gedrängt. Nach politischem Druck aus der Nachbarschaft und aus der Bezirksverordneten-Versammlung, aber auch nach Debatten innerhalb der Grünen, die mit einer Blockade der evangelischen Schule auch eigene bürgerliche Wähler verprellen, ist das Rennen nun wieder offen... . . . . hier weiterlesen
 
20.02.2008: (Deutschlandradio) "Der Kampf und die Rosegger Grundschule"
Ein Interview von Katja Bigalke, 20.02.2008 14:17
. . . hier das Interview anhören
 

 
22.12.2007: (Tagesspiegel) Bittere Lehre.
Freie Schulen erfreuen sich wachsender Beliebtheit, doch fühlen sich von den Bezirken oft unerwünscht

 
(Katja Gartz) ... Schlechte Erfahrungen macht die Evangelische Schulstiftung auch mit dem Bezirksamt Kreuzberg, wo der Träger eine Grundschule plant. Seit über zwei Jahren laufen die Verhandlungen mit dem Bezirksamt zur Schulnutzung der Gebäude in der Reichenberger Straße und der Bergmannstraße ohne Erfolg. Das eine Gebäude will der Bezirk beanspruchen, beim anderen soll der Bildungsträger Tüsdesb schneller gewesen sein. ?Gespräche mit dem Bezirksamt kommen nicht zustande, alternative Angebote erhalten wir nicht?, berichtet Anneliese Steinke von der Evangelischen Schulstiftung. Bildungsstadträtin Monika Herrmann (Grüne) sei daran gelegen, Konkurrenz zu den öffentlichen Schulen zu verhindern. Über 150 Eltern sind an der neuen Schule interessiert. ?Sie sind frustriert und werden aus Kreuzberg wegziehen?, sagt Steinke.(weiter lesen . . . hier klicken )
 

 

19.11.2007: (Berliner Zeitung) Bezirksamt blockiert evangelische Schule.
Seit zwei Jahren kämpfen Eltern für das Projekt

 
(Karin Schmidl) KREUZBERG. Die Initiatoren des evangelischen Schulprojekts sind verärgert: Seit zwei Jahren bemühen sie sich um ein Gebäude in Kreuzberg, doch alle Versuche blieben vergeblich. Es gebe derzeit keinen Bedarf für einen weiteren Grundschulstandort, teilte das Bezirksamt stets mit.
 
Eine Elterninitiative hatte sich um ein ehemaliges Schulgebäude an der Reichenberger Straße beworben. Das sei belegt, weil dort rund tausend Referendare ausgebildet werden, heißt es aus dem Bezirksamt. Man sehe keine Chance, die Lehrerausbildung ohne Kosten für den Bezirk zu verlagern, so Sozialstadtrat Knut Mildner-Spindler (Linke). Doch auch am Alternativstandort, einem ehemaligen Schulgebäude an der Bergmannstraße, wird es keine evangelische Schule geben. "Unsere Bewerbung wurde abgelehnt, weil dort bis 2009 ein Oberstufenzentrum untergebracht ist", sagte Annerose Steinke von der Schulstiftung der evangelischen Kirche. Die Stiftung betreibt in Berlin und Brandenburg 22 Schulen. Für Kreuzberg hatten die Stiftung und gut hundert Eltern sich bewusst entschieden: "Manche Kreuzberger Schulen sind für bildungsbewusste Eltern nicht gut genug, deshalb verlassen viele den Ortsteil", sagte Steinke. Laut Statistik zieht jede fünfte Familie vor der Einschulung aus Kreuzberg weg.
 
Doch im Bezirk tut man sich schwer mit der evangelischen Schule. Man fürchtet, dass in den öffentlichen Schulen dann nur noch Kinder aus "bildungsfernen Schichten" und mit Migrationshintergrund übrig bleiben. Mit der Schule am Marheinekeplatz hat man offenbar ganz andere Pläne. Auf eine SPD-Anfrage teilte Schulstadträtin Monika Herrmann (Grüne) mit, dass man dort gern das Tüdesb Bildungsinstitut Berlin-Brandenburg e.V. sähe. Der türkische Verein betreibt in Berlin drei Kindergärten sowie eine private Realschule und ein privates Gymnasium. Die für Immobilien zuständige Stadträtin Jutta Kalepky (für Grüne) sagte: "Ich denke, es herrscht noch ein hoher Klärungsbedarf." Morgen will sich das Bezirksamt noch einmal mit dem Thema evangelische Schule befassen.(weiter lesen . . . hier klicken )
 
16.11.2007: (DER TAGESSPIEGEL) Privatschulen konkurrieren um Standort
Seit nunmehr zwei Jahren ringt eine evangelische Schule um einen Standort in Kreuzberg. Jetzt steht sie in Konkurrenz mit einem muslimischen Träger.

 
(sve) BERLIN - Das zweijährige Ringen um den Standort für eine evangelische Grundschule in Kreuzberg ist noch immer nicht beendet. Da der Bezirk das von den Eltern gewünschte Gebäude in der Reichenberger Straße selbst beansprucht, bemühen sich diese nun um das Gebäude der ehemaligen Rosegger-Schule in der Bergmannstraße. Aber auch dort stehen die Chancen nicht gut, da der Bildungsträger Tüdesb ebenfalls an dem Standort Interesse hat, weil er seine private Oberschule und seine private Realschule aus Spandau dorthin verlagern will. Tüdesb richtet seine Arbeit besonders darauf aus, türkischstämmige Familien zu fördern. Dem Verein wird eine islamische Ausrichtung nachgesagt.
 
Bildungsstadträtin Monika Herrmann (Grüne) sagte gestern, Tüdesb habe sich etwas früher als die Protestanten um den Standort Bergmannstraße bemüht. Im Übrigen habe Kreuzberg keinen Bedarf an weiteren Grundschulen. Die Protestanten geben aber nicht auf, weil sie ausdrücklich in Kreuzberg Integrationsarbeit leisten wollen. . . (weiter lesen . . . hier klicken )

Berliner Morgenpost vom 19.09.2007:
. . . "Daher sollten die Bezirke die Initiativen bei der Suche nach geeigneten Schulgebäuden unterstützen, so Schlemm. Zuletzt scheiterte vorerst die Gründung einer Evangelischen Schule in Kreuzberg, weil der Bezirk das Wunschgebäude an der Reichenberger Straße nicht hergeben wollte" . . . Weiterlesen: . . . hier klicken
 
Rheinische Merkur vom 27.09.2007:
. . . "Das sind neue Töne. Seit Jürgen Zöllner (SPD), zuvor Wissenschaftsminister in Rheinland-Pfalz, die Bildungsgeschäfte an der Spree führt, wandelt sich die Stimmung pro freie Träger. Allerdings scheint das noch nicht stadtweit bekannt zu sein. In Berlin-Kreuzberg etwa, wo Eltern eine evangelische Grundschule eröffnen wollen "die vorhandenen Schulen sind nicht gut genug", wurde die Initiative von der zuständigen Bildungsstadträtin (Grüne) weggewischt: "Es gibt keinen Bedarf für eine weitere Schule." Das vom Förderverein anvisierte Gebäude werde für Lehrerfortbildungen gebraucht, und außerdem wolle sie ?erst mal darüber diskutieren, was es für den Kiez bedeutet, wenn sich die bildungsbewussten Eltern aus den staatlichen Schulen rausziehen?. . . . Weiterlesen: . . . hier klicken
 

 
 

Die Elterninitiative findet immer mehr Unterstützer in der Öffentlichkeit!
In der Print-Ausgabe Nr.35 vom 23.08.2007 schreibt der STERN auf Seite 94: "Privatschule, das hört sich nach Kindern an, die morgens vom Chauffeur gebracht werden. 'Wir wollen auf keinen Fall eine Schule für Reiche oder eine Art Eliteschule', sagt Annerose Steinke, die stellvertretende Vorsitzende der Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg. Das Schulgeld richtet sich nach dem Einkommen der Eltern. Etwa zehn Prozent sind von den Gebühren ganz befreit. Die anderen zahlen im Schnitt 65 Euro im Monat. Jeden Tag eine Schachtel Zigaretten zu rauchen ist fast doppelt so teuer. Das Schulgeld ist also nicht entscheidend. 'Uns ist das Einkommen der Eltern egal. Wir wollen vor allem Eltern, die sich für die Schule engagieren', sagt Annerose Steinke.
 
Engagierte Eltern. Genau das ist die Bruchkante der Gesellschaft. Auf der einen Seite sind die aktiven Eltern, die sich kümmern, ihre Kinder bewusst erziehen und nach Kräften fördern. Ihnen gegenüber sind die passiven, überforderten Eltern, die ihre Kinder einfach groß füttern, ihre Entwicklung laufen lassen und zufrieden sind, wenn die Kinder nicht kriminell oder schwanger werden. Weiterlesen: . . . hier klicken
 
Auch im Hörfunk wurde über unser Anliegen berichtet: so zum Beispiel am 27.08.2007 im Inforadio und auch im Deutschlandradio.
 
Im Internet sind wir nicht nur bei der Berliner Zeitung, der Taz und dem Tagesspiegel aktuell zu finden, auch bei dem Kieznetz ist folgendes zu lesen: "Der Förderverein Evangelische Schule Kreuzberg verfolgt das Ziel eine private Schule in Kreuzberg gründen zu wollen. Es sieht so aus, als würde der "Grüne" Bezirk, namentlich Schulstadträtin Monika Herrmann diesem Vorhaben so viel Steine in den Weg legen wollen, wie es irgend geht... hier klicken.
 
"In Kreuzberg ist ein Schulkampf ausgebrochen"
Tagesspiegel - 04. Juli 2007
Nach eineinhalb Stunden platzt vielen Vätern und Müttern der Kragen. "Wir wollen eine neue Schule in SO 36!", ruft es aus dutzenden Kehlen. Am Dienstagabend trafen sich rund 70 aufgebrachte Eltern mit der Bildungsstadträtin von Friedrichshain-Kreuzberg. Die Eltern wollen eine evangelische Grundschule gründen. Die Stadträtin sagt: "Es gibt hier keinen Bedarf für eine weitere Schule." ... weiter
 
Privatschule soll Bildungsbürger im Kiez halten - Der Bezirk lehnt die evangelische Einrichtung ab
Berliner Zeitung - 09. Juni 2007
Die Schulstadträtin hat zwei alternative Standorte vorgeschlagen, in Friedrichshain und am Marheinekeplatz in Kreuzberg. "Da gibt es bereits gute Schulen mit langen Meldelisten, wir wollen eine gute Schule in unserem Kiez, in SO 36" ... weiter
 
Protestanten wollen Kreuzberg verlassen
taz - 26. Mai 2007
Eltern wollen eine evangelische Privatschule in SO 36 gründen. Die grüne Stadträtin lehnt ab: Am geplanten Standort gebe es genug Schulen. So vertreibe man engagierte Eltern, kontern die Eltern und drohen, ihre Koffer zu packen ... weiter
 
Interview mit Klaus Wowereit
Weltwoche Schweiz - 10. Mai 2007
... Wenn Sie öffentlich sagen, dass Sie Ihre Kinder in Kreuzberg nicht zur Schule schicken würden, ist das dann zynisch oder kapitulierend? ... ... weiter
 
Der Staat versagt bei der Versorgung der Schüler
taz Berlin - 02. Mai 2007
... Die aktuelle Schulkrise in Berlin zeigt: Der Staat versagt bei der Versorgung der Schüler mit gutem Unterricht viel zu oft. Es wird Zeit, dass er die Privatschulen nicht weiter ausgrenzt, sondern mit ihnen konkurriert und kooperiert. Um die Schulen fit fürs 21. Jahrhundert zu machen ... weiter
 
Am Arsch und am Nabel der Welt
taz Berlin - 29. Apr. 2007
... die Kreuzberger Schulen mit hohem Migrantenanteil schicken wollen - eine bürgerliche Mittelschicht siedelt sich also nicht an. Und so hat in Kreuzberg ... weiter
 
Privatschulen mit langen Wartelisten
Berliner Morgenpost - 20. März 2007
... an den evangelischen Schulen kommen im Schnitt drei Bewerber auf einen Platz. ... Weitere Grundschulen seien in Zehlendorf, Wedding, Kreuzberg und Friedrichshain geplant, sagt Manfred Hermann ... weiter
 
Kirchen planen neue Schulen
Berliner Morgenpost Berlin - 19.02.2007
... "Viele Eltern haben das Vertrauen in die staatlichen Schulen verloren", betonte Landeselternsprecher Andre Schindler. Private Schulen seien eine gute Alternative, zumal inzwischen längst auch staatliche Schulen Geld kosteten. ... Laut Kirchenschulrat Manfred Hermann sollen vier Grundschulen in den Bezirken Kreuzberg, Friedrichshain, Zehlendorf und Wedding entstehen. ... "Besonders geeignet sind frei gewordene Schulen. ... weiter
 
Lernen in Kreuzberg - jetzt erst recht
Berliner Morgenpost - 09.12.2006 Berlin
... Es gibt sie - bildungsbewusste Eltern, die ihre Kinder in Kreuzberg zur Schule schicken, ohne es zu bereuen. ... Vor der Einschulung sahen sich die Eltern viele Schulen an; keine überzeugte sie schließlich so wie die Hunsrück-Grundschule. ... "Solche Schulen brauchen wir mehr in Kreuzberg", fordert Käthe Kruse. ... Dass es mehr attraktive Schul-Angebote in Kreuzberg geben muss, findet auch die Rechtsanwältin Angelika Klein-Beber. ... mehr.