03.07.2007: INFOVERANSTALTUNG ZUR SCHULGRÜNDUNG VERLIEF HITZIG
 
Am 3. Juli fand im Casino/Bethanien die zweite Infoveranstaltung zur Gründung der Evangelischen Schule Kreuzberg statt. Mit rund 130 Gästen war die Veranstaltung sehr gut besucht. (Foto: Walter Wüllenweber (Stern), Bezirksstadträtin Monika Herrmann, Superintendent des Kirchenkreises Berlin Stadtmitte Lothar Wittkopf, sowie Annerose Steinke, Vorstandsmitglied der Evangelischen Schulstiftung; auf dem Foto nicht zu sehen: Jörg Rückelshauß, Vorstand des Fördervereins Evangelische Schule Kreuzberg).
 
Neben einführenden Informationen zur Schulgründung und zum Familienservice war die aktuelle Blockade-Politik des Bezirks Thema des Abends. Bildungsstadträtin Herrmann stellte sich den Fragen der Eltern und machte deutlich, dass von ihrer Seite keine Unterstützung für das Schulprojekt zu erwarten sei: So sähe sie keinen Bedarf an zusätzlichen Schulplätzen in SO 36 und sei auch beim Streit um das Gebäude in der Reichenberger Straße die falsche Ansprechpartnerin, da hier der Senat Eigenbedarf angemeldet habe. Als Bildungsstadträtin trete sie außerdem für Bildungschancen für alle ein. Die Haltung des Bezirks stieß bei vielen Eltern auf Verärgerung. Walter Wüllenweber, Autor beim "Stern" und Moderator der Veranstaltung, schloss mit den Worten: "Ich hätte nicht gedacht, dass hier die Emotionen so heftig sind . . . Man erkennt, dass es im Publikum eine enorme Frustration gibt..." Förderverein und Elterninitiative werden im Anschluss an die Veranstaltung über das weitere Vorgehen diskutieren.
 
Auch die Presse war auf der Veranstaltung vertreten. "In Kreuzberg ist ein Schulkampf ausgebrochen", so fasst der Tagesspiegel die Situation zusammen. In dem Artikel kommt nicht nur Stadträtin Monika Herrmann, sondern auch Jörg Ruckelshauß vom Förderverein, Annerose Steinke von der Schulstiftung sowie einige Eltern zu Wort. Den ganzen Artikel sowie Kommentare dazu finden Sie hier. Es wŠäre schön, wenn Sie die Chance nutzen und Ihre Meinung zum Thema "Bildung und Rassismus" - darum dreht sich der erste Kommentar zum Tagesspiegel-Artikel - online veröffentlichen würden. Vielen Dank!
 
 
Unsere Unterschriften-Aktion geht weiter. Hier können Sie weitere Informationen erhalten und direkt die Listen downloaden.
 
 

22.06.2007: Gespräch mit Dirk Behrendt.
Im Juni trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Schulinitiative mit Dirk Behrendt (Foto: links), Kreuzberger MdA und stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, zu einem Gespräch über die Evangelische Schule Kreuzberg. Das Treffen kam auf Behrendts Wunsch zustande und verlief zeitweise kontrovers. Behrendt vertrat die Linie des Bezirksamtes: Den Grünen gehe es eher darum, die staatlichen Schulen zu stärken, als die Gründung von Privatschulen zu unterstützen. Er musste allerdings einräumen, dass derzeit der großen Nachfrage nach guten Schulplätzen in Kreuzberg ein nur begrenztes Angebot gegenüberstehe. Bis die staatlichen Schulen einen höheren Standard erreicht haben, könne er sich eine Kooperation mit der Evangelischen Schule vorstellen. Zum Abschluss des Treffens schlug Behrendt vor, ein Gespräch mit Stadträtin Herrmann zu vermitteln.
 
 
 
 

VERHANDLUNGEN ÜBER SCHULGEBÄUDE GESCHEITERT?
 
Die Verhandlungen zwischen dem Bezirksamt Friedrichshain/Kreuzberg, der Evangelischen Schulstiftung und dem Förderverein Evangelische Schule Kreuzberg über das Schulgebäude Reichenberger Straße sind zum Stillstand gekommen.
Der Grund: Aus Angst, den bereits bestehenden Kreuzberger Schulen könnten noch mehr Schüler weglaufen, lehnt der Bezirk die Gründung einer neuen Schule in Kreuzberg ab. Doch diese Einschätzung geht an der Realität vorbei: Viele Kreuzberger Eltern sitzen bereits jetzt auf gepackten Koffern, eine andere Schule in Kreuzberg ist für sie keine Alternative. Damit die politischen Entscheider in Kreuzberg sich ein Bild davon machen können, wer da in Kürze den Bezirk verlassen wird, starten wir jetzt die Aktion "Ich packe meinen Koffer...".

 
Neue Aktion: Ich packe meinen Koffer...
 
Wenn auch Sie schon auf gepackten Koffern sitzen, um rechtzeitig zum Schuljahr 2008/09 in einem anderen Bezirk gemeldet zu sein, Sie aber eigentlich viel lieber in Kreuzberg bleiben würden, schreiben Sie uns. Gerne veröffentlichen wir Ihr Bild mit oder ohne Kommentar auf unserer Aktionsseite. 
hier mailen
 
hier geht es zur Aktion: Ich packe meinen Koffer